Deutschland geht an die Wahlurne. Ein neuer Bundestag wird gewählt. Wie danach die politische Landschaft aussieht, wissen wir heute noch nicht. Doch eines lässt sich heute schon abschätzen: Ohne erneuerbare Energien werden wir in der Zukunft nicht auskommen, meint luckx – das magazin.
Ausbau erneuerbarer Energien
Noch immer behindert zu viel Bürokratie den Ausbau der erneuerbaren Energie. Doch ohne den weiteren Ausbau können wir uns nicht weiter unabhängig von ausländischer Energielieferung machen. Deshalb sollten wir solchen Parteien wie AFD und BSW klare Absagen erteilen, wenn sie die vorhandenen Windräder „runterreißen“ oder die Lieferung russischen Gas wieder ermöglichen wollen. Denn gerade mit Letzterem füllen wir die russische Kriegskasse und fördern ein Angriff auf unser Leben. Auch wenn einige mit der aktuellen deutschen Politik unzufrieden sind, sollten sie in die russlandfreundlichen Staaten wie beispielsweise Ungarn und Serbien reisen. Wenn ihnen die dortige Politik mit schlechtem Gesundheitssystem, mangelhaften Straßen oder Unterdrückung der Menschen und Medien gefällt, dann ist ihre Wählerstimme bei diesen undemokratischen Parteien richtig angelegt.
Energieversorgung zukunftssicher machen
Damit wir weiterhin in Deutschland sicher, friedlich und in Wohlstand leben können, ist die Energieversorgung zu sichern. So verweist der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW) auf die dringende Notwendigkeit, den aktuellen Ausbau erneuerbarer Energien fortzusetzen und Deutschlands Energieversorgung zukunftssicher zu gestalten. Mit Solar- und Windkraft sowie Speichertechnologien als bewährten und kosteneffizienten Technologien hat Deutschland die Chance zukünftig die Stromversorgung zu 100% erneuerbar zu gestalten. „Die Energiewende bietet uns die historische Gelegenheit, nicht nur den Klimaschutz voranzutreiben, sondern auch unsere Wirtschaft zu stärken und unabhängig von importierten fossilen Energien zu werden. Solar- und Windkraftwerke sind erprobt, wirtschaftlich sinnvoll und können schnell weiter ausgebaut werden, um den steigenden Energiebedarf zu decken“, erklärt Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin des BNW.
Wirtschaftlich und zukunftssicher
Deutschland erlebt aktuell einen Boom bei Stromspeichern sowie Solar- und Windkraft. Diese Entwicklungen unterstreichen, dass erneuerbare Energien heute die wirtschaftlichste und sicherste Grundlage für die Energieversorgung darstellen. Bereits jetzt liegt der Anteil an erneuerbaren Energien in der EU bei 47,5%. Deutschland übertrifft diesen Wert – hierzulande stammten 59% des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energieträgern. Ziel der kommenden Regierung muss es sein, diesen Weg und Deutschlands Führungsrolle bei den Erneuerbaren weiter auszubauen. „Mit Photovoltaik und Windkraft haben wir Technologien, die erprobt und zuverlässig sind. In den Ausbau der Erneuerbaren zu investieren stärkt unsere Energieautarkie und entlastet Verbraucher und Industrie gleichermaßen“, so Dr. Reuter weiter.
Keinen teuren Irrweg einschlagen
Der BNW sieht in der Diskussion um eine Rückkehr zur Atomkraft einen gefährlichen und unfinanzierbaren Rückschritt. Europäische Beispiele wie Frankreich zeigen, dass die Kosten für Neubauten schnell außer Kontrolle geraten. In Frankreich verzögern sich Projekte wie der Bau eines neuen Blocks in Flamanville 3 um mehr als zehn Jahre, während die Baukosten auf 13 Milliarden Euro explodiert sind – ein Vierfaches der ursprünglichen Summe. Ähnlich sehen die Erfahrungen in Finnland aus. Nachdem der Atomausstieg in Deutschland bereits vor über einem Jahrzehnt beschlossen wurde, wäre ein erneuter Einstieg in die Atomkraft kaum umsetzbar. So wurde u.a. die Ausbildung von Fachkräften zurückgefahren. Diese Fachkräfte fehlen jetzt für einen sicheren Betrieb. Ebenso ungeklärt ist die Frage eines Endlagers, sowie die Kosten für den Rückbau vom Rückbau. Dementsprechend ist es wenig verwundernd, dass auch ehemalige Betreiber sich gegen einen Weiterbetrieb der stillgelegten Anlagen aussprechen. Ein Rückbaumoratorium für die Atomkraft in Deutschland wäre fatal und dürfte Milliarden kosten. Wir sollten die Mittel stattdessen nutzen um jetzt und zukunftssicher in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren.
Jetzt handeln
Der BNW fordert die zukünftige Bundesregierung auf, klare Prioritäten zu setzen. Der Ausbau der Netzinfrastruktur und die Beschleunigung von Genehmigungsprozessen müssen im Fokus stehen, um den Ausbau und die Investitionen in erneuerbarer Energien voranzutreiben. Gleichzeitig ist es notwendig die Kraftwerksstrategie so zu gestalten, dass fossile und atomare Energien langfristig überflüssig werden. „Deutschland steht an einem Wendepunkt. Es existieren Technologien, die unser Energiesystem revolutionieren können. Die Energiewende ist eine Chance für Klimaschutz, wirtschaftliche Stabilität und Energieunabhängigkeit. Nach dem US-Präsident Trump erneut aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten ist, sehe ich zudem die Chance für uns in Europa, eine wichtige Führungsrolle beim Klimaschutz zu übernehmen“ so Dr. Katharina Reuter abschließend. Und es bedarf sicherlich keiner Diskussion, dass Klimaschutz Menschenschutz ist. Die Klimaveränderungen in den letzten Jahren haben gezeigt, wie massiv diese auf uns und unser Wohlbefinden wirken. Steigende Temperaturen verringern unsere Lebensqualität. Leben und Arbeiten wird immer schwieriger. Mit Leistungseinbußen müssen wir verstärkt rechnen. Wenn wir unseren Wohlstand sichern wollen, kommen wir ohne nachhaltig erzeugte Energie nicht aus.