Sparen

Sparen ist etwas für die ältere Generation. So erscheint es manchmal, wenn junge Menschen über ihre Zukunft reden. Nur Leben ist schöner. Doch wer dann auf den Kontostand schaut, entdeckt zwischen Leben und der Realität eine Finanzlücke. Wie diese vermieden werden kann, hat luckx – das magazin recherchiert und setzt den zweiten Teil der Geldanlage fort.

Sparziele

Uns von luckx – das magazin geht es weder darum, den Zeigefinger zu erheben noch kluge Ratschläge zu erteilen. Wir zeigen Möglichkeiten auf, wie sich das Leben gestalten lässt. Immer nach der Devise: Jeder ist seines (Geld-) Glückes Schmied. So lässt sich beispielsweise die Geldanlage immer nach den eigenen Bedürfnissen optimieren. So ist es auch beim Sparen. So geht es beim Depotcheck nicht darum, jedes Jahr stur nach der gleichen Strategie zu verfahren. Ist der Aktienanteil im Portfolio durch eine gute Performance dieser Anlageklasse deutlich angewachsen und für das kommende Jahr wird ebenfalls eine starke Wertentwicklung erwartet, so könnte es sinnvoll sein, die „Pferde“ nicht zu wechseln. Wenn ein Strategieänderung geplant ist und noch stärker auf Aktien die Konzentration sinnvoll erscheint, wäre womöglich ein Rebalancing nicht erforderlich. Doch wenn sich die Sparziele geändert haben, könnte eine Anpassung erforderlich werden. Angenommen, das Depot ist sehr offensiv ausgerichtet, etwa durch einen hohen Anteil von Aktien- und Rohstoff-Positionen. Jetzt soll das Anlagerisiko jedoch reduziert werden. Vielleicht weil größere Anschaffungen anstehen oder ein große Teil des investierten Kapitals für Ihre Rente zurückzulegen wäre. Dann könnten besonders risikobehaftete Assets verkauft und der Erlös auf einem Tagesgeldkonto geparkt werden. Dabei sollte aber ein Zeitpunkt gewählt werden, wenn der Verkauf mit Gewinn möglich wird.

Depotausrichtung

Ob offensiv, ausgewogen oder defensiv: Die Ausrichtung des Depots ist immer eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft. Dabei spielen die persönlichen Vorstellungen und Bedürfnissen die entscheidende Rolle. Wer zum Beispiel demnächst den Kauf einer Immobilie plant oder unbedingt Cash für andere Ausgaben benötigt, empfiehlt es sich, die bisherige Risikoausrichtung zu ändern. Wenn zum Beispiel 100.000 Euro in Aktien investiert sind und dieser Depotanteil verliert in einem Monat zehn Prozent an Wert, sind dies am Ende 10.000 Euro, die innerhalb kurzer Zeit verloren gehen und die nicht mehr für geplante Investitionen zur Verfügung stehen.

Kosten und Gebühren

Ein oft unterschätzter Faktor bei der Geldanlage sind die Nebenkosten, die bei Investments anfallen. Dazu gehören auch die Transaktions- und Depotgebühren, die die Bank oder der Online-Broker in Rechnung stellt. Deshalb sollte besonders auf diese Kosten geschaut werden. Vielleicht lässt sich ein anderer (kostengünstigerer) Broker finden, über den Wertpapiere gehandelt werden können. Die Frage „Welcher Broker ist der Beste?“ muss am Ende jeder für sich beantworten. Dabei sollten sich Investoren grundsätzlich auf den Broker konzentrieren, der gut zu einem passt. Fragen wie „Wie viel Trades pro Monat mache ich?“ oder „Wie viel Kapital setze ich ein?“ spielen eine wichtige Rolle.

Beispiele

Ein Beispiel für einen kostengünstigen Broker ist Smartbroker+. Dort fallen keine Depotgebühren an. Ab 500 Euro Ordervolumen über die Börse gettex lässt sich ab 0 Euro handeln (zuzüglich marktüblicher Spreads zu Zuwendungen). Über den Broker lassen sich Wertpapiere auf 30 nationalen und internationalen Handelsplätze kaufen und verkaufen. Die Web-Anwendung und mobile App sind intuitiv gestaltet und bieten hilfreiche Tools und Features, um den Anlageerfolg zu optimieren. Bei Stiftung Warentest (12/2025) ging Smartbroker+ als Kostensieger in allen getesteten Depotgrößen hervor.

Der Broker ING bietet ebenfalls eine kostenlose Depotführung an. Für 4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Kurswert werden Wertpapiere gehandelt. Alle Kunden von 18 bis 27 Jahre haben mit dem „Direkt-Depot Young“ die Möglichkeit, extra günstig zu investieren. Die Ordergebühr liegt hier bei 1,90 Euro. Dabei lassen sich bereits kleinere Beträgen (ab 1 Euro) regelmäßig in Wertpapier-Sparpläne anlegen, etwa in Aktien, ETFs und Fonds.

Ein drittes – etwas abweichendes – Beispiel ist willbe, die digitale Vermögensverwaltung der Liechtensteiner Landesbank (LLB). Der Anbieter verwaltet das Vermögen der Kunden aktiv durch ein Gewinn- und Risikomanagement. Dafür fallen jährliche Kosten von 0,49 Prozent der durchschnittlichen Anlagesumme an. Eine Besonderheit ist das „Gold-Depot“: Hiermit können Anteile in physische Goldbarren erfolgen, die für Kunden in Liechtenstein aufbewahrt werden. Investitionen sind bereits ab einem Gramm möglich. Es gibt keine Gebühren beim Kauf und Verkauf. Die Lagergebühren betragen 0,5 Prozent pro Jahr.

Gebühren unbedingt vergleichen

Ein entscheidendes Kriterium beim Brokervergleich ist für viele die Höhe der Gebühren, die die Broker für einmalige Orders oder für Sparpläne verlangen. Hier empfiehlt es sich, die Preislisten auf den Onlineseiten der Anbieter zu überprüfen. Weiterhin ist es ratsam, sich die aktuellen Infos anzuschauen, welche Produkte überhaupt handelbar sind. Zu den Klassikern gehören Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs und Derivate wie Zertifikate und Hebelprodukte. Diese zählen jedoch nicht bei allen Brokern zum Programm. Teilweise werden auch Währungen, CFDs (Differenzkontrakte) und Kryptos angeboten.

Fondsanbieter berechnen für ihre Leistungen jährliche Gebühren. Entscheidend ist hierbei die „Total Expense Ratio“ (TER). Diese Kennziffer gibt die jährlichen laufenden Kosten eines ETF oder eines Fonds an. Diese Kosten werden automatisch vom Anbieter einbehalten und sind im Kurs und der Wertentwicklung des Fonds bereits berücksichtigt. Die TER deckt Verwaltungsgebühren, Lizenzgebühren und Marketing- und Vertriebskosten ab. Es gibt aber auch einige Kosten, die nicht integriert sind – beispielsweise Transaktionskosten auf Fondsebene oder Depotgebühren. Berechnet wird die TER, indem man die Gesamtkosten des Jahres mit dem gemittelten Fondswert des Jahres ins Verhältnis setzt. Wird fortgesetzt.

Ein Gedanke zu „Sparen

  1. Pingback: Gewinne | LUCKX

Kommentare sind geschlossen.