Ist das normal?

Gähnen überall. Sind denn alle so müde? Liegt das tatsächlich am Frühjahr? Es kann doch nicht sein, dass das Frühjahr für unsere Müdigkeit verantwortlich sein soll. Luckx – das magazin sucht nach Erklärungen.

Frühjahrsmüdigkeit

Anscheinend braucht der Körper im Frühjahr deutlich länger, um aus dem Winterschlaf zu kommen als bei anderen Veränderungen. Eigentlich erwarten wir Menschen mit dem Frühjahr doch einen Energieschub. Denn die Tage werden länger und die Temperaturen steigen. Stattdessen fühlen sich jedoch erstaunlich viele schlapp, antriebslos und morgens wie „festgeklebt“ im Bett. Der Grund für die Frühjahrsmüdigkeit liegt vor allem in der hormonellen Umstellung. In den dunklen Wintermonaten produziert der Körper vermehrt Melatonin – das Schlafhormon, das unseren Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Doch mit zunehmenden Licht im Frühjahr wird die Melatonin-Produktion gedrosselt. Diese Umstellung kostet Kraft und kann den Organismus vorübergehend aus dem Gleichgewicht bringen. Darüber hinaus bewegen sich viele Menschen im Winter weniger, wodurch der Kreislauf im Frühjahr erst wieder „hochfahren“ muss. Um diese Phase gut zu überstehen, lohnt es sich, den Körper bewusst zu unterstützen. Ausreichend Schlaf bildet einen wichtigen Baustein – besonders am Wochenende darf man ruhig einmal etwas länger liegen bleiben. Wer sich dann noch an der frischen Luft bewegt, tut viel Gutes für seinen Körper. Das Sonnenlicht signalisiert dem Gehirn, weniger Melatonin zu bilden, und bringt den Kreislauf in Schwung. Spaziergänge, Radfahren oder leichte Sporteinheiten reichen dafür oft schon aus.

Stoffwechsel unterstützen

Auch Wechselduschen, Massagen, Joggen oder Schwimmen regen den Kreislauf an. Zusätzlich hilft viel trinken zur Unterstützung des Stoffwechsels. Am besten hilft Wasser oder ungesüßte Kräutertees. Eine ausgewogene Ernährung mit frischen Kräutern und saisonalen Lebensmitteln liefert wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die nach dem Winter oft zu kurz kommen. Natürlich kann auch in der Übergangszeit auf ergänzende Ernährung zurückgegriffen werden. Dazu gehören Vitaminpräparate, insbesondere Vitamin D oder B-Vitamine, wenn ein Mangel vermutet wird. Auch pflanzliche Mittel kommen zur Stärkung von Konzentration und Kreislauf zum Einsatz. So können Kreislauftropfen oder -tees anregend wirken und bei niedrigem Blutdruck helfen. Magnesiumpräparate unterstützen, falls zusätzlich Muskelverspannungen auftreten. Wichtig ist zu wissen, dass solche Produkte keine medizinische Diagnose ersetzen, können aber eine sinnvolle Ergänzung sein. Welche Präparate geeignet sind, sollte beim Arzt oder dem Apotheker nachgefragt werden.

Frühjahrsmüdigkeit ist also kein Grund zur Sorge, sondern eine normale Reaktion des Körpers auf den Wechsel der Jahreszeiten. Mit Licht, Bewegung, guter Ernährung und etwas Unterstützung lässt sich diese Phase gut überstehen – und der Frühling kann kommen.