Autofahrer, Garagennutzer und Eigenheimbesitzer haben auch im Sommer einiges zu erledigen. Nicht nur, dass eventuell für des Deutschen liebstes Kind wieder einmal die Hauptuntersuchung fälig aus. Auch in die Garage sollte tief geblickt werden, ob sich nicht in irgendeiner Ecke Schimmel gebildet hat, meint luckx – das magazin.
Feuchteschäden an Garagen
Feuchteschäden in Garagen sind weit verbreiteter, als viele Immobilieneigentümer vermuten. Gleichzeitig wird oft zu spät reagiert: Nur rund 15 Prozent der Betroffenen ergreifen sofort Maßnahmen, ein Viertel bleibt sogar ganz untätig. Darauf weist eine repräsentative Befragung von 2.000 Immobilieneigentümern hin. Die Untersuchung zeigt außerdem: 65 Prozent der befragten Eigentümer verfügen über eine Garage – ob im Haus integriert, angebaut oder freistehend. Und genau wie Feuchteschäden in der Wohnung zum Beispiel im Bad, der Küche oder im Schlafzimmer kann es auch in der Garage zu Schimmelbildung kommen.Das schadet dann nicht nur dem Gebäude. Auch die Schimmelsporen können sich im Fahrzeug festsetzen und beispielsweise über die Lüftung in den Innenraum gelangen. Körperliche Schäden sind dann nicht mehr auszuschließen.
„Garagen gehören zu den Teilen eines Gebäudes, die besonders stark belastet werden“, erklärt Dipl.-Ing. Thomas Molitor, stellvertretender Technischer Leiter des Sanierungsunternehmens ISOTEC. Zum einen bringen Fahrzeuge Feuchtigkeit und im Winter Streusalz ein. Zum anderen dringt bei mangelhafter Abdichtung Feuchtigkeit aus dem Erdreich in Garagenböden und Wände ein. Auch undichte Regenrinnen oder nicht dicht abschließende Garagentore begünstigen Feuchteschäden in der Garage.
Feuchteschäden zeigen sich oft schleichend. Typische Anzeichen sind muffiger Geruch, Risse in Betonböden und Wänden, abplatzender Putz, abblätternde Farbe und Schimmelbildung. In fortgeschrittenen Fällen beginnt sogar der im Beton liegende Bewehrungsstahl zu rosten.
Sofortmaßnahmen erforderlich
Genauso schnell wie bei Schimmel im Wohnraum, Feuchteschäden im Keller oder am Balkon muss schnell gehandelt werden. Doch Eigentümer reagieren bei Feuchteschäden in der Garage spät oder gar nicht: Nur rund 15 Prozent der Betroffenen ergreifen sofort Maßnahmen, ein Viertel bleibt komplett untätig. Häufige Gründe sind die Angst vor hohen Kosten oder Zweifel an der Dauerhaftigkeit der Sanierung. Zudem versucht fast die Hälfte der Eigentümer, die Schäden in Eigenregie zu beheben, was jedoch selten zu einer dauerhaften Lösung führt. Deshalb sollte eine Sanierung sofort erfolgen, sobald Feuchtigkeit sichtbar oder messbar ist. Sollte erst Feuchtigkeit dauerhaft in Böden und Mauerwerk eindringen, kann dies auf lange Sicht zu gravierenden Schäden führen. Der erste Schritt ist daher immer eine professionelle Analyse. Nur so lassen sich Ursachen eindeutig bestimmen und ein nachhaltiges Sanierungskonzept entwickeln.
Maßnahmen ergreifen
Die ersten Maßnahmen sind relativ einfach von Eigentümern und Nutzern zu ergreifen: lüften, lüften, lüften. Da ist aktuell bei den hohen Temperaturen der richtige Zeitraum. Gleichzeitig sollte Schimmel – wenn schon vorhanden – behandelt werden. Das sind zwar nur die Symptome. Doch diese können – siehe oben – schon jetzt zu Gesundheitsschäden führen. „Je nach Schadensursache kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz“, erläutert Experte Molitor. Steigt Feuchtigkeit kapillar aus dem Boden in die Garagenwände auf, stoppt eine Horizontalsperre diesen Vorgang dauerhaft. Dringt Feuchtigkeit seitlich aus dem Erdreich ein, verhindert ein mehrstufiges Innen- bzw. Außenabdichtungssystem den Feuchteeintritt. Ist der Garagenboden betroffen, schützen mehrstufige Beschichtungssysteme langfristig vor einem Wassereintritt. Bei Rissen in Beton und Fugen zwischen den Bauteilen kann innenseitig Polyurethan-Harz (PU-Harz) injiziert werden. Das bewirkt eine dauerhafte, elastische und wasserdichte Abdichtung bis zu einer Rissweitenänderung von circa 10 Prozent.
Entscheidend ist immer die Kombination aus genauer Ursachenanalyse und fachgerechter Ausführung der Sanierung. Nur durch eine nachhaltige und fachgerechte Sanierung bleiben Garagen langfristig nutzbar, werden vor substanziellen Schäden geschützt und in ihrem Wert für die Immobilie erhalten.